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Krankenhausabfälle – eine langfristige Herausforderung

Mangelhafter Umgang mit Krankenhausmüll stellt im Falle von hochkontagiösen Erkrankungen (z.B. Ebolafieber) eine zusätzliche aber vermeidbare Ansteckungsgefahr dar. Damit der in erheblichen Mengen anfallende Abfall sicher entsorgt werden kann (z.B. benutzte Schutzausrüstungen), wurden von EFFO folgende Maßnahmen zur nachhaltigen Verbesserung des Infektionsschutzes durchgeführt und mehrfach evaluiert:

Infobox

  1. Finanzierung des Baus von 16 Müllverbrennungsöfen nach einem von staatlicher Seite empfohlenen Modell. Durch bauliche Mängel und Fehler bei der Bedienung war eine ordentliche Müllverbrennung jedoch zunächst nicht möglich.
  2. Nachbesserung der Öfen mit Hilfe lokale Fachleute (in Zusammenarbeit mit Technik ohne Grenzen e.V.). Durch das danach funktionierende Nachbrennen in der zweiten Kammer ließ sich die Rauchentwicklung wesentlich reduzieren.
  3. Umsetzung einer zwei-tägigen Pilot-Schulung für Gesundheits- und Reinigungspersonal. Inhaltliche Schwerpunkte waren Notwendigkeit der Mülltrennung, Aufbau des Verbrennungsofens, Etappen der Befeuerung bzw. das Prinzip des Nachbrennens.
  4. Praktische Einweisung und Durchführung der Verbrennung im eigenen Arbeitsumfeld des jeweiligen Personals.

Insgesamt wurde die Schulung sehr positiv bewertet. Die Teilnehmenden gaben an, sowohl praktisch als auch theoretisch sehr viel gelernt zu haben, was auch die Resultate der Prä-/ und Posttests hinsichtlich des Lernzuwachses bestätigen.

Impressionen

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Am Modell-Ofen aus Karton wird das Prinzip der zwei Kammern deutlich. © RKI Am Modell-Ofen aus Karton wird das Prinzip der zwei Kammern deutlich.

Geplant sind weitere Nachbesserungen und Ergänzung der Verbrennungsöfen (z.B. Bau von Aschegruben, Müllzwischenlager) sowie detailliere Schulungsmaßnahmen für Personal der Gesundheitsposten, u.a. zu Verpackung, Zwischenlagerung und Transport von Abfällen.

Stand: 22.09.2019

Pro­jekt

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Ma­nu­al

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Bur­ki­na Fa­so

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Ru­an­da

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Se­ne­gal

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