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Das Projekt

EFFO steht für "Effizienz durch Fortbildung". Das Projekteam bildet Krankenhauspersonal (Pflegekräfte sowie Ärztinnen und Ärzte) zu Trainerinnen und Trainern weiter und unterstützt damit die Vorbereitungen auf mögliche Ebolafieber-Ausbrüche sowie andere hochkontagiöse und lebensbedrohliche Erkrankungen.

EFFO wurde von deutschen, burkinischen und senegalesischen Expertinnen und Experten inhaltlich und didaktisch im Jahr 2014 entwickelt. Der Anlass war die verheerende Ebolaepidemie in Westafrika von 2013 bis 2016. Das Bundesministerium für Gesundheit fördert das Projekt im Rahmen der Ausbruchsbekämpfung im Globalen Süden. Seit 2016 ist das Projekt mit erweiterter Schwerpunktsetzung ein fester Bestandteil des "Global Health Protection Programme".

Infobox

Initiatoren: Robert Koch-Institut und Ständiger Arbeitskreis der Kompetenz- und Behandlungszentren für hochkontagiöse und lebensbedrohliche Erkrankungen (STAKOB)

Laufzeit: September 2014 – Dezember 2020 / Januar 2016 – Dezember 2020 (Global Health Protection Programme)

Projektart: Forschungskooperation und Aufbau von Versorgungskapazitäten (Resilienzstärkung von Gesundheitssystemen)

Auftraggeber/Finanzierung: Bundesministerium für Gesundheit (BMG)

Hauptzielgruppe: Trainerinnen und Trainer sowie klinisches Personal von Gesundheitseinrichtungen

Trainingsinhalte: Diagnostik, Erstversorgung, Isolierung, Kommunikation und Beginn der Kontaktverfolgung.

TrainierInnenausbildung: Methodik und Didaktik, Lerntheorie, formative Evaluation.

EFFO sieht das klinische Personal bei der Ausbruchsbekämpfung in einer Schlüsselfunktion.

Zum einen sind sog. Frontline Health Care Worker in der Fallerkennung und Ausbruchseindämmung von zentraler Bedeutung, zum anderen sind sie einer besonderen Infektionsgefahr ausgesetzt und bedürfen einer intensivierten Aus-, Fort- und Weiterbildung im Umgang mit Persönlicher Schutzausrüstung sowie dem Management von PatientenInnen mit hochkontagiösen Erkrankungen. Das Erkennen eines Verdachtsfalls und die Verhinderung nosokomialer Infektionen setzen voraus, dass das Personal von Gesundheitseinrichtungen theoretische und praktische Kenntnisse des Infektionsschutzes im Alltag umsetzt.

EFFO wird mit Wissensabfragen und Simulationsübungen evaluiert. Die Ergebnisse und Rückmeldungen der Teilnehmenden werden systematisch in das Konzept eingearbeitet. Sie sind ein Teil des Qualitätsmanagements und tragen kontinuierlich zur Verbesserung und Optimierung des Trainingsprogramms bei. So können Inhalte stets auf dem bestmöglichen Wissensstand gehalten und Lehrmethoden schnell und flexibel an die spezifischen Bedürfnisse der Zielgruppe angepasst werden. Faktoren wie Vorkenntnisse, Motivation, Erkenntnisinteresse werden dabei ebenso berücksichtigt wie evtl. vorhandene kulturspezifische Präferenzen hinsichtlich der Art und Weise der Wissensvermittlung.

Die Trainer und Trainerinnen nutzen für die Informationsvermittlung auch theaterpädagogische Mittel und verbessern kontinuierlich ihre didaktischen Fähigkeiten. Seit 2017 arbeitet EFFO mit dem Operndorf Afrika in Burkina Faso zusammen. Im Oktober 2019 gestaltet EFFO zusammen mit dem Operndorf Afrika und nigerianischen Expertinnen einen Workshop zu Lassa-Fieber.

Stand: 12.09.2019

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